Zur Frage der Haftung eines Restaurators und seinen Dokumentationspflichten

Das OLG München hat in seinem Endurteil v. 08.08.2018 – 3 U 1786/17 entschieden, dass ein Restaurator verpflichtet ist, im Rahmen seiner Tätigkeit Standards einzuhalten, wie sie im Ehrenkodex für Restauratoren aus dem Jahre 1986 niedergeschrieben sind. Hierzu gehört insbesondere auch die Pflicht zur Dokumentation, welche u.a. in einem Prozeß Bedeutung erlangen kann.

Hat er keine Dokumentation angelegt, und  beruft er sich im Prozeß auf etwaige Vorschäden bei Vernichtung des Kunstwerks, so ist sein Vortrag im Rahmen der Beweiswürdigung nach den Grundsätzen der Beweisvereitelung als unbeachtlich einzustufen.

Link zu dem Urteil: http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2018-N-17902?hl=true